Anima­ti­ons­film
In Öster­reich arbeite ich gerade an einer fiktiven Lebens­ge­schichte über den berühmten Kari­ka­tu­risten Manfred Deix. Die wird jetzt in jahre­langer Arbeit animiert. Das ist eine beson­dere Heraus­for­de­rung, so ganz ohne Schau­spieler.

Boandlkramer
Ich darf zusammen mit Uli Limmer an einer Fort­set­zung vom Brandner Kaspar für Joseph Vils­meier mit dem Bully arbeiten. Das freut mich beson­ders, weil ich dem Joseph meinen Eintritt ins Berufs­leben zu verdanken hab.

Chamä­leon
In ‚Sommer der Gaukler‘ ist die Verklei­dung ein großes Thema. Beson­ders wichtig ist die Verklei­dung wohl im Schmerz, wenn man sich ein Superman-Hemd über­ziehen kann.

David Kross
war ein Glücks­griff für mich, im wahrsten Sinne des Wortes. Er hat sowohl die sport­liche als auch die schau­spie­le­ri­sche Leis­tung fest im Griff.

Englisch
Im Manchester Dialekt gibt’s andere Wörter, da musste ich schon öfter nach­fragen, was die jetzt eigent­lich gesagt haben. Der Schotte Gary Lewis, der Manches­ters Trainer verkör­pert, hat dagegen wie ein Bayer Englisch gespro­chen.

Fußball
Ich hab selber ganz lange gespielt und finde, dass er als Brei­ten­sport noch viel mehr geför­dert werden sollte, anstatt alles immer elitärer zu machen. Ich werde mir bestimmt nie extrig einen Sender zulegen, um zu schauen. Sport sollte nicht käuf­lich sein!

Glocken­bach­viertel
Wir haben in ganz Nord­ir­land nach einem Drehort gesucht und gefunden haben wir ihn quasi vor der Haustür – Manchester in der Holz­straße.

Heimat­film
Ich mache Filme, die mich inter­es­sieren. Die so inter­es­sant sind, dass sie ein Teil von mir und somit auch Heimat werden.

Immer werde ich gefragt, was es mit der Heimat auf sich hat. Ich glaube, dass es die Leute schon gar nicht mehr hören können, weil ich immer dasselbe sag. Ich frage mich immer, ob es so wichtig ist, weil so viel drüber geredet wird, oder weil’s wirk­lich wichtig ist.

Jubel
Die Insze­nie­rung der Zuschauer bei den Tonauf­nahmen im Manchester Stadion hat mir alles abver­langt. Damit die Komparsen einen Fixpunkt haben bin ich unten rumge­rannt, hab mich foulen lassen, damit sie eben alle in die gleiche Rich­tung schauen. Und weil ich nix zum Umziehen dabei hatte, musste ich mit verdreckter Hose von Manchester heim­fliegen. Wie früher beim Bolzen!

A scheens Bauern­brot mit Butter, Tomate, Zwiebel, Salz, Pfeffer”

Kraut, Traut the
Man kann nicht über jemanden oder etwas urteilen, ohne ihn oder es zu kennen. Begeg­nungen bauen Vorur­teile ab. Man muss Dinge auspro­bieren. Ging mir zum Beispiel mit der Oper so.

Laster
Ich neige dazu, zu viel zu wollen – zu früh vom gelegten Ei zu spre­chen.

München
Wenn ich woan­ders bin, erzähl ich immer, wie toll es ist, dass wir mitten­drin einen Fluss haben, in den man rein­hüpfen kann. Das ist das schönste Geschenk.

Nie werde ich gefragt, warum ich so gerne Toma­ten­brot esse. A scheens Bauern­brot mit Butter, Tomate, Zwiebel, Salz, Pfeffer. Meine Mama erzählt immer, dass früher im Urlaub alle gelacht haben, weil ich eben kein Marme­la­den­brot zum Früh­stück wollte (lacht).

Oper
Vor ein paar Jahren durfte ich an der Baye­ri­schen Staats­oper ein Stück insze­nieren und habe dadurch diese Kunst­form erst zu schätzen gelernt. Wahr­schein­lich sind sie durch das Sing­spiel auf mich aufmerksam geworden. Manchmal juckts mich in den Fingern, nochmal eine Oper zu machen.

Professor für Regie an der HFF bin ich gerne. Man hat wirk­lich das Gefühl, die Studenten konkret zu unter­stützen. Gleich­zeitig wird man gefor­dert, hinter­fragt sich immer wieder.

Quetschn
Da muss ich an die Fraun­hofer Schop­pen­stube denken, in der immer gemeinsam musi­ziert wurde.

Reitan­lage Riem
Mit den heutigen tech­ni­schen Möglich­keiten und einer guten Szenen­bild­ab­tei­lung war es möglich, daraus das Manchester Stadion zu kreieren – groß­artig.

Schuld
Schon immer war die Frage, warum der Mensch den Ruck­sack der Schuld mit sich herum trägt, ein Thema für mich. Ob wir ihn kollektiv abstellen können oder ob er tatsäch­lich zu mora­lisch besserem Leben verhilft. Ich hab noch keine Antwort.

Traut­mann
2008 hat mir mein Produ­zent von Bernd Traut­mann erzählt. Ich hatte bis dahin noch nie von ihm gehört. Sofort war ich gefes­selt von seiner Lebens­ge­schichte und wusste, dass wir einen Film machen müssen.

Unheim­lich perfekte Freunde
So heißt mein erster hoch­deut­scher Kinder­film, der im April ins Kino kommt. Gedreht haben wir unter anderem im mitt­ler­weile geschlos­senen Wellenbad „Alpamare“ in Bad Tölz – mein Sehn­suchtsort als Kind. Ich war nur zwei Mal dort, weil es so teuer war.

Valencia
Dort bin ich dem echten Traut­mann begegnet und durfte ihn eine Woche kennen­lernen. Er verstarb 2013. Was mir außerdem im Kopf blieb
Zum ersten Mal stand ich dort vor einer Stier­kampf­arena. Mir wurde wieder bewusst, dass es tatsäch­lich Leute gibt, die sich sowas ansehen. Absolut nicht nach­voll­ziehbar für mich.

Wer früher stirbt ist länger tot
Hier habe ich bereits versucht, die Schuld­frage zu verar­beiten. In diesem Fall, war die Schuld bereits durch die Geburt da.

Xenie
In der Lite­ra­tur­wis­sen­schaft ist damit ein Spott­ge­dicht gemeint. Ich verehre ja Wilhelm Busch. Seinen Band „Zu guter Letzt“ kann ich für Erwach­sene sehr empfehlen. Oder wenn man bei den alten Grie­chen rein­liest – da gibt es Weis­heiten, die sind brand­ak­tuell.

Yoga
Auch so eine Sache, bei der ich erst Vorur­teile hatte und dann begeis­tert war. Kann ich jedem empfehlen.

Zeit
Das Verständnis von Zeit verän­dert sich mit dem Alter. Manchmal kann ich nicht glauben, dass ich schon 45 bin. Außen und Innen sind nicht eins. Das Innen bleibt jung, während das Außen altert. Wird Zeit, dass ich mich vom Außen irgend­wann trenne…